Die neue Landesregierung und Digitalisierung

Die neue Landesregierung hat eine andere Ressortaufteilung und dadurch auch andere Zuständigkeiten bezüglich des Themas Digitalisierung als die vorherige Landesregierung.

Das Ministerium für Infrastruktur und Digitales übernimmt die Digitalisierung als Thema vom vorherigen Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung.

Das neu zugeschnittene Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten könnte jedoch eine Rolle spielen bei Förderprogrammen, die auch Investitionen in Modernisierung bzw. Digitalisierung betreffen.

Auch bei der EU gab es Änderungen; das Horizont 2020 Rahmenprogramm für die Wissenschaftsförderung ist ausgelaufen, für 2021-2027 soll ein finanziell stark aufgestocktes Rahmenprogramm namens „Horizont Europa“ den Rahmen für EU-Förderungen für Forschung und Entwicklung vorgeben. Aufgrund der üblichen Verzögerungen bei der Umsetzung in den Mitgliedsländern (mit von der EU genehmigten Programmen, die das EU-Geld nutzen) ist diesbezüglich ab 2022 mit einigen neuen Förderprogrammen zu rechnen.

Nach dem überaus beliebten, aber finanziell ausgeschöpften „Digital Innovation“ Förderprogramm in Sachsen-Anhalt gibt es im Prinzip das Bundesprogramm“ Digital jetzt“, doch dort übersteigt die Nachfrage die Möglichkeiten von Budget und Projektträger. Mit Stand heute, 29.9.2021, gibt es 4.569 Anträge, die an einem Losverfahren teilnehmen. Die nächste (monatliche) Ziehung von Losgewinnern ist am 15.10. mit einem Budget von 10 Mio Euro. Das könnte für etwa 250 Losgewinner genügen. Eine zuverlässige Förderung für eine rasche Modernisierung ist mit diesem Programm also nicht möglich bis der neue Bundestag und ein Bundeswirtschaftsministerium mit wohl neuer Führung wesentliche Änderungen daran vornehmen.

Es gibt jedoch andere Förderprogramme, die für Unternehmen in Sachsen-Anhalt bei der Digitalisierung helfen können. Wesentliche Beispiele sind:

GRW-Förderung: Investitionszuschüsse für Unternehmer und Existenzgründer

Zentrales Innovationsprogramm (ZIM), wobei hier vom Ministerium auf verlängerte Bearbeitungszeiten aufgrund hoher Nachfrage hingewiesen wird.

Weitere Fördermöglichkeiten können Sie bei Beratungsstellen, kommerziellen Beratern oder selbst in der Förderdatenbank kennenlernen.

Sie können hier auch einen Newsletter zur Förderung von Forschung und Innovation abonnieren.

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